Frag die Zahnfee

Zahnarzt

Keine Kommentare

Der Zahnarzt ist bekannt, wird oft bewundert und von nicht wenigen Menschen gefürchtet – zumindest ein zahnärztlicher Besuch…
Doch was steckt eigentlich hinter dieser Berufsbezeichnung? Was ist das Tätigkeitsfeld eines Zahnarzt? Wie organisiert sich dieser Berufsstand?

Zunächst einmal verbirgt sich hinter der Bezeichnung “Zahnarzt” ein Mensch mit erfolgreich absolvierten zahnmedizinischen Studium.
Der Beruf Zahnarzt wiederum zählt in der Bundesrepublik Deutschland zu den Freien Berufen. Wie diese sich im Detail strukturieren, welche Verbände und Organisationen es gibt, dazu später mehr.

Zahnarzt Tätigkeiten

Zahnärztliche Tätigkeiten umfassen die Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen im Mund und Zahnbereich. Dazu zählen Mundkrankheiten genauso wie Zahn- und Kieferkrankheiten oder Fehlstellungen der Zähne. Ein weiterer wichtiger Bereich neben der Behandlung von Krankheiten ist die Prävention.

So liegt beispielsweise der Fokus der zahnärztlichen Tätigkeit bei Patienten im Kindes- oder Jugendalter hauptsächlich im Bereich der Zahnpflege und Prävention. Mit zunehmenden Alter der Patienten werden häufiger Tätigkeiten im Bereich Zahnerhalt, Zahnsanierung oder Zahnersatz gefordert.
Des Weiteren sehen sich Zahnärzte gelegentlich auch mit unangekündigten Schmerzpatienten konfrontiert. Diese haben einen besonders hohen Leidensdruck und werden als Akutpatienten versorgt.

Praktische Tätigkeiten des Zahnarztes am Patienten umfassen sowohl die Anamnese, eine Inspektion des Mundraums und nach Diagnosestellung die anschließende Behandlung. Entsprechend des zugrunde liegenden Befunds kann dies Tätigkeiten wie Schleifen und Befüllen von Zähnen, parodontologische, kieferorthopädische, chirurgische oder prothetische Maßnahmen beinhalten.

Weitere zahnärztliche Tätigkeiten und Wirkungsbereiche

Neben der eigentlichen Arbeit am und mit dem Patienten, gehört eine Vielzahl von organisatorischen und verwaltungstechnischen Aufgaben genauso zu den Aufgaben wie eine gewisse Anzahl an Fort- und Weiterbildungen.

Diese unterscheiden sich je nach Arbeitsumfeld. Je nach Spezialisierung ist es Zahnärzten neben der Tätigkeit in Zahnarztpraxen und Zahnkliniken beispielsweise möglich in der Pharma- und Dentalindustrie, Gesundheitsämtern, kassenärztlichen Vereinigungen, Zahnärztekammern oder der Bundeswehr zu arbeiten. Daneben stehen ihnen ebenso Forschungseinrichtungen und Hochschulen offen. Spezialisierte Bereiche wären unter anderem das der Gesichtsepithetik.

Berufsstand Zahnarzt

Verteilung und Organisation von Zahnärzten in Deutschland

Der Zahnarzt hat in Deutschland eine eher gehobene Position. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, beispielsweise den USA, ist der Zahnarzt in Deutschland den Allgemeinmedizinern und Fachärzten gleichgestellt. Während der “Dentist” in den USA und lange Zeit auch in Frankreich und England eher den Status eines Heilkundigen niederen Ranges innehatte, erfreut sich der Zahnarzt in Deutschland der gesellschaftlichen und kollegialen Anerkennung seines Berufsstandes. Das schlägt sich nicht zuletzt in seinen Honoraren und der Organisation seines Berufen nieder. Tatsächlich hat sich rund um den Beruf des Zahnarztes ein erstaunlich breit gefächertes Kompendium an Interessenvertretungen, Organisationen, Berufsverbänden und anderen Vereinigungen gebildet, die ihn in seiner Arbeit unterstützen können. In diesem Artikel werden die einzelnen Organisationen vorgestellt und ihre Aufgaben und ihre Funktionen erläutert.

Zahnärztliche Organisationen in Deutschland

Es gibt erstaunlich viele Organisationen für den Zahnarzt und seinen Beruf in Deutschland. Ihre Zielsetzungen überschneiden sich teilweise, so dass auch eine Konkurrenz zwischen den einzelnen Organisationen besteht. In einigen Organisationen ist die Mitgliedschaft der Zahnärzte in Deutschland verpflichtend, in den anderen entscheidet sich der Zahnarzt freiwillig. Beiträge und Gebühren werden von allen erhoben, so dass die Mitgliedschaft letzten Endes auch eine Kostenfrage für den Zahnarztsein kann. Die wichtigsten Organisationen für Zahnärzte in Deutschland sind:

  • Bundeszahnärztekammer
  • Länder-Zahnärztekammern
  • Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung
  • Kassenzahnärztliche Vereinigungen der Länder
  • Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V. (DGZMK)
  • IG Umwelt Zahn Medizin
  • Deutsche Gesellschaft für Umwelt-Zahn-Medizin (DEGUZ)
  • Deutscher Zahnmedizinerbund e.V.
  • Deutscher Zahnmediziner Verband e.V. (DZV)
  • Freier Verband deutscher Zahnärzte e.V. (FVDZ)
  • Deutsche Gesellschaft für Implantologie
  • ABZ Abrechnungs- und Beratungsgesellschaft für Zahnärzte eG (ABZ eG)
  • Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft eG (ZA eG)

Die Bundeszahnärztekammer

Die Bundeszahnärztekammer bzw. “Arbeitsgemeinschaft der deutschen Zahnärztekammern e.V.” (BZÄK) ist die Berufsvertretung der Zahnärzte in Deutschland. Sie bildet die Dachorganisation der Landes-Zahnärztekammern. Die BZÄK ist demokratisch organisiert. Der Vorstand bestehen aus dem Präsidenten, zwei Vizepräsidenten und die Präsidenten aller Landes-Zahnärztekammern. Die Bundesversammlung der BZÄK ist das höchste Entscheidungsgremium. Die Landes-Zahnärztekammern schicken zur Bundesversammlung der BZÄK ihre Delegierten, um an den dort stattfindenden Wahlen und Beschlüssen teilzunehmen.

Insgesamt sind siebzehn Landes-Zahnärztekammern Mitglieder in der Bundeszahnärztekammer. Ihr Sitz ist in Berlin. Sie wurde im März 1953 gegründet. Die BZÄK ist jedoch trotz ihres Namens keine Kammer oder eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Rein rechtlich hat sie lediglich den Status eines eingetragenen Vereins.

Die BZÄK nimmt folgende Aufgaben wahr:

Außendarstellung und Vertretung des Zahnarztberufs bei Politik, Medien und Öffentlichkeit
Definition der Bedingungen, nach denen Leistungen vom Zahnarzt erbracht, anerkannt und vergütet werden können.
Sicherstellung, Koordinierung und Entwicklung der Bildungsangebote innerhalb aller zahnärztlich-wissenschaftlichen
Organisationen.
Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung und Prävention der Zahnvorsorge.
Dadurch Verbesserung der Zahngesundheit in der allgemeinen Bevölkerung
Vertretung der deutschen Zahnärzte in Europa und international.
Medienarbeit in Zusammenarbeit mit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung

Die Landeszahnärztekammern

Deutschland besteht aus 16 Bundesländern. Es gibt aber 17 Landeszahnärztekammern. Diese sind:

BADEN-WÜRTTEMBERG: Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg
BAYERN: Bayerische Landeszahnärztekammer
BERLIN: Zahnärztekammer Berlin
BRANDENBURG: Landeszahnärztekammer Brandenburg
BREMEN: Zahnärztekammer Bremen
HAMBURG: Zahnärztekammer Hamburg
HESSEN: Landeszahnärztekammer Hessen
MECKLENBURG-VORPOMMERN: Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
NIEDERSACHSEN: Zahnärztekammer Niedersachsen
NORDRHEIN: Zahnärztekammer Nordrhein
RHEINLAND-PFALZ: Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz
SAARLAND: Ärztekammer des Saarlandes – Abteilung Zahnärzte
SACHSEN: Landeszahnärztekammer Sachsen
SACHSEN-ANHALT: Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt
SCHLESWIG-HOLSTEIN: Zahnärztekammer Schleswig-Holstein
THÜRINGEN: Landeszahnärztekammer Thüringen
WESTFALEN-LIPPE: Zahnärztekammer Westfalen-Lippe

Der Überhang von einer Zahnärztekammer erklärt sich durch die Doppelung im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dieses Bundeland leistet sich zwei Landes-Zahnärztekammern. Die Landeszahnärztekammern arbeiten eng mit den Kassenärztlichen Vereinigungen zusammen.

Je nach Größe des Bundeslandes können die Landes-Zahnärztekammern wiederum in Bezirks-Zahnärztekammern untergliedert sein.

Öffentlichkeitsarbeit, Stellenvermittlung, Starthilfe beim Praxisaufbau und allgemeiner Interessenschutz für den Zahnarzt sind die Aufgaben der einzelnen Zahnärztekammern. Darüber hinaus sind sie Schlichtungsstelle für Streitigkeiten zwischen Zahnarzt und Patient. Außerdem sind sie für die Einhaltung einer einheitlichen Qualität in der Zahnmedizin zuständig und fungieren als Gutachter. Schließlich bieten die Landes-Zahnärztekammern auch Versorgungsleistungen für Hinterbliebene von Zahnärzten an.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Kassenzahnärztlichen Landesvereinigungen (KZV)

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung ist die Dachorganisation der siebzehn kassenzahnärztlichen Vereinigungen der Bundesländer. Sie ist ein Organ der Selbstverwaltung von jedem Zahnarzt, der vertraglich mit den Krankenkassen verbunden ist. Die KZBV ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Sobald ein Zahnarzt seine Leistungen auf Krankenkasse abrechnen will, muss er Mitglied in einer der Landesvereinigungen werden. Eine Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) gibt es in jedem Bundesland. Erst nach Abschluss des Vertrages ist der Zahnarzt berechtigt, seine Leistungen an pflichtversicherten Patienten über die Krankenkassen abzurechnen. Wie bei den Zahnärztekammern sind auch bei den kassenzahnärztlichen Vereinigungen jedem Land, mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen, eine KZV zugeordnet. NRW hat zwei KZVs.

Aufgabe der KZVs sind die Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen auf Landesebene. Die Abrechnung der Leistungen der Kassenzahnärzte wird über die KZV abgewickelt. Da die Leistungen der Ärzte mit den Budgets der Krankenkasse gegen gerechnet werden müssen, ist die Abrechnung ein recht komplexer Vorgang. Die KZVs entlasten damit die Praxen und geben ihnen Rechtsicherheit bei der Korrektheit ihrer Abrechnungen sowie der Sicherstellung ihrer Honorare.
Die Aufgaben der KZBV und den KZV sind gesetzlich im vierten Kapitel des fünften Sozialgesetzbuches festgelegt. Darüber hinaus wird in den Bundesverträgen die genaue Aufteilung von Rechten und Pflichten der Vertragszahnärzte gegenüber den Patienten und den Krankenkassen festgelegt.

Daraus resultieren für KZBV und die KZV folgende Aufgaben:

Wahrung von Rechten und Interessen der Mitgliedszahnärzte gegenüber Krankenkassen, Aufsichtsbehörden und dem Gesetzgeber.
Beratung des Gesetzgebers in Bezug auf die Fragen zur zahnärztlichen Versorgung in Deutschland auf Bundes- und Landesebene
Gewährleistung der Versorgung der Vertragszahnärzte gemäß den gesetzlichen und vertraglich beschlossenen Bedingungen und Bestimmungen
Die Sicherstellung, dass alle Honorare und Vergütungen entsprechend der Leistungen der Vertragszahnärzte angemessen ausfallen
Beschluss und Aushandlung von Bundesmantelverträgen, die für alle Kassenzahnärzte in Deutschland gleichermaßen gelten.
Regelung des Finanzausgleichs zwischen den einzelnen KZV
Entwicklung und Publikation der Richtlinien rund um die Abrechnungspraxis in den Betrieben und den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen
Und einige mehr.

Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V. ist eine wissenschaftliche Vereinigung zur Weiterentwicklung der Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde. Sie bildet den Dachverband aller wissenschaftlichen Gruppierungen zu dem Thema.
Der Fokus der DGZMK liegt auf die Koordination aller wissenschaftlichen Fragestellungen aus Politik und Gesellschaft an die Zahnheilkunde im Allgemeinen. Das bezieht sich im Wesentlichen auf

– Neue Behandlungsmethoden
– Weiterentwicklung bestehender Behandlungsmethoden
– Gefahrenmanagement bei zahnärztlichen Behandlungen
– Kostenentwicklungen bei zahnärztlichen Behandlungen
– Querverbindungen zwischen Zahn oder Kiefer bedingten Leiden und anderen Beschwerden am menschlichen Körper und deren Behandlungsmöglichkeiten (Beispielsweise Migränebehandlung durch Kieferkorrekturen)

Die Mission der DGZMK ist deshalb mit “Wissenstransfer” und “Förderung der Wissenschaft in der Zahnheilkunde” exakt beschrieben.

Für ihre Mitglieder hält die DGZMK folgende Services bereit:
– Management von Mundschleimhaut-Läsionen (Aphten)
– Röntgenbefund-Auswertung über ein Gremium von Experten
– Bereitstellung von Seminaren über die Akademie Praxis und Wissenschaft (APW). Die APW ist die Akademie zur Fortbildung innerhalb der DGZMK. Trotz ihres holistischen Namens ist die Arbeit der APW auf die Zahn- und Kiefermedizinischen Fragestellungen fokussiert. DGZMK Mitgliedern wird außerdem ein Rabatt beim Besuch der APW-Seminare gewährt.
– Hilfestellung bei Abrechnungsfragen über die BFS Health Finance GmbH.
– Preisvorteile bei Maritim-Ressorts in Deutschland

IG Umwelt Zahn Medizin

Die IG Umwelt Zahn Medizin ist keine Industriegewerkschaft, wie der Name vermuten lässt, sondern eine Interessengemeinschaft. Ihr vollständiger Name lautet: “IG Umwelt Zahn Medizin – Gemeinnützige Interessengemeinschaft für umweltbedingten Gesundheitsschutz”. In ihrer Selbstdarstellung heißt es: “Die IG Umwelt Zahn Medizin ist eine Verbraucherschutz-Organisation, die sich für die Verwendung von sicheren und verträglichen Materialien in der Zahnmedizin und einen besseren Schutz vor Umweltgiften einsetzt.”

Der Fokus der IG Umwelt Zahn Medizin liegt vor allem bei der Aufklärung und Bekämpfung des Einsatzes von Amalgam in der Zahnmedizin. Amalgam ist ein seit vielen Jahrzehnten verwendeter Füllstoff für kariöse Zähne. Sein Gehalt am giftigen Schwermetall Quecksilber ist der Grund für die kritische Auseinandersetzung mit dem Werkstoff. Das kann, nach der Aussage der IG, Auswirkungen für Patient, Zahnarzt und Umwelt haben.
Die IG Umwelt Zahn Medizin finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Sie sieht ihre Aufgabe darin, Zahnärzten bei der Umstellung auf eine “Quecksilber-freie Behandlung” zu helfen. Die IG Umwelt Zahn Medizin ist international organisiert und in einem Netzwerk aus Zahnmedizinern, Politikern und Umweltschutz- und Gesundheitsschutzorganisationen sowie wissenschaftlichen Beratern eingebunden.
Die Interessengemeinschaft bietet umfassende Informationen auf ihrer Webseite. Darüber hinaus verfasst sie Briefe und Kommentare und leistet viel Pressearbeit. Mit einem regelmäßig erscheinenden Newsletter hält sie ihre Abonnenten stets informiert.

Deutsche Gesellschaft für Umwelt-Zahn-Medizin

Die Deutsche Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin (DEGUZ) ist ein eingetragener Verein. Er wirkt, trotz seiner Namensgebung fachübergreifend. Die Arbeit der Deguz richtet sich an Zahnärzte, Kieferchirurgen, Zahntechniker, zahnmedizinische Fachangestellte, Allgemeinmediziner, Fachärzte, Krankenhauspersonal, Sanitäter und allen anderen medizinischen Berufsgruppen.
Das Ziel der DEGUZ ist die Erforschung von Wechselwirkungen zwischen einer Erkrankung in der Mundhöhle und ihrer Auswirkung auf den restlichen Körper. Erreicht werden soll ein ganzheitlicher Therapieansatz, welcher nicht nur das spezifische Leiden sondern auch die daraus resultierenden Folgen für einen Patienten berücksichtigt. Die DEGUZ geht dabei streng wissenschaftlich vor und hält einen engen Kontakt zu Forschungsinstituten, Universitäten und privatwirtschaftlich organisierten Forschungseinrichtungen.
Im Fokus stehen gegenwärtig vor allem chronisch kranke Patienten, deren gesamtes Leidensbild in Wechselwirkung zu zahnmedizinischen Erkrankungen untersucht und erforscht werden soll. Vor allem stehen dabei die Entzündung fördernden Prozesse dabei in der besonderen Beobachtung. Die DEGUZ sieht hier den Zahnarzt in einer besonderen Verantwortung, da seine Berufsgruppe ständig Fremdmaterial in den menschlichen Körper einbringen muss, was wiederum Entzündungen und Abstoßungsreaktionen auslösen kann.
Umgekehrt soll auch die Behandelbarkeit von zahn- und kiefermedizinischen Erkrankungen bei einer vorhandenen, chronischen Entzündung beim Patienten untersucht werden. Neben dem Ermitteln von eigene Forschungsergebnissen sieht die DEGUZ auch ihre Aufgabe beim Zusammentragen international bekannt gewordener Forschungsergebnisse.
Die DEGUZ finanziert sich über Mitgliedsbeiträge, die für den einzelnen Zahnarzt bis zu 180 Euro im Jahr betragen können. Es gibt aber Rabatte für bestimmte Berufsgruppen. Die Leistungen für die Mitglieder sind:
– Zugang zum interdisziplinären Forschungs-Netzwerk rund um zahnmedizinische Erkrankungen und deren Umfeld
– Zugang zur Expertensuche der DEGUZ
– Zugang zum Expertenforum auf der DEGUZ-Homepage
– Bezug der regelmäßig erscheinenden Fachzeitschrift “Umwelt-Medizin-Gesellschaft”
Und einiges mehr.

Deutscher Zahnmedizinerbund e.V.

Der deutsche Zahnmedizinerbund e.V. ist ein eingetragener Verein von niedergelassenen Zahnärzten und Kieferchirurgen, Studenten der Zahnmedizin und Assistenzärzten. Der Verein ist vor allem an wirtschaftlichen Zielen orientiert.
Die Ziele des deutschen Zahnmedizinerbund e.V. sind die Unterstützung und Beratung der Mitglieder rund um die Administration, Organisation und Investition in die eigene Praxis. Neben einer umfassenden Beratung versteht sich der Bund auch als “gebündelte Einkaufsmacht” für den einzelnen Zahnarzt, mit deren Hilfe Vergünstigungen bei Lieferanten erzielt werden können. Ein besonders dezidiertes Ziel des Vereins ist die Aufbauhilfe für junge Zahnärzte bei der Einrichtung und Organisation ihrer eigenen Praxis. Dazu gehört auch die Optimierung aller Versicherungsverträge und weiteren administrativen Verpflichtungen.
Der Verein finanziert sich über Mitgliedsbeiträge. Der Höchstbetrag ist für den einzelnen Zahnarzt maximal 84 Euro im Jahr. Studenten und Assistenten haben eine kostenlose Mitgliedschaft.
Neben der allgemeinen Beratungsdienstleistung bietet der deutsche Zahnmedizinerbund auch konkrete Vermittlung von Praxisräumen, Mitarbeitern oder Partnern.

Deutscher Zahnmediziner Verband e.V. (DZV)

Der DZV ist ein bundesweit organisierter Dachverband der Zahnärzte. Sein Focus liegt auf der regionalen und lokalen Organisation und Information seiner Mitglieder. Der DZV versteht sich selbst als Sprachrohr von jedem deutschen Zahnarztgegenüber Krankenkassen, Versicherungen und Politik.
Die Ziele des DZV sind dabei die flächendeckende zahnmedizinische Versorgung der Bevölkerung durch moderne, gut ausgestattete und hervorragend ausgebildete Zahnärzte. Dazu hat der DZV auch eigene Akademien oder Kooperationen mit anderen Organisationen für Zahnärzte. Der Einsatz des DZV beginnt bei Studenten, reicht über Praxisgründer bis hin zur Bestandspflege alteingesessener Zahnärzte und Kieferchirurgen. Dabei hat der DZV auch stets das Wohl der Patienten im Blick und sorgt bei seinen Mitgliedern für eine “verantwortungsvolle Ausübung des Berufes von jedem Zahnarzt”. Die Leistungen des DZV waren bisher für eine Verbesserung der Qualität der zahnmedizinischen Versorgung, eine faire und der Leistung gerechten Bezahlung für den Zahnarzt, bei gleichzeitiger Wahrung von so viel Transparenz wie notwendig. Gleichzeitig bemüht sich der DZV um Verbesserungen beim Datenschutz von Zahnarzt und Patient und macht Vorschläge zur Entbürokratisierung des Gesundheitswesens.
Der DZV finanziert sich über Mitgliedsbeiträge. Von allen freiwilligen zahnärztlichen Organisationen ist der DZV besonders stark mit anderen Organisationen vernetzt.

Freier Verband deutscher Zahnärzte e.V. (FVDZ)

Der FVDZ beschreibt sich selbst als den “größten unabhängigen zahnärztlichen Berufsverband in Deutschland. Er sieht sich selbst vor allem als Interessenvertreter der Zahnärzte gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Laut Eigendarstellung ist aber die Zielsetzung die “selbstbestimmte Berufsausübung der Zahnärzte zum Wohl des Patienten.”
Diese Interessenvertretung für jeden Zahnarzt wird ergänzt durch ein großes Bildungs- und Ausbildungsprogramm und zahlreiche Zusatz-Services für die Mitglieder. Darüber hinaus gibt es beim FVDZ Unterstützungen bei der Praxisgründung, Übernahme oder laufendem Zahnarzt Betrieb. Neben den Zahnärzten selbst, bietet der FVDZ auch für das restliche Praxisteam zahlreiche interessante Bildungsangebote und Unterstützungen an. Konkret bietet der Berufsverband auch individuelle Beratungsdienstleistungen für den Zahnarzt an, von denen auch alle an der Zahnmedizin beteiligten profitieren können.
Der FVDZ wurde 1955 in seinen Ursprüngen gegründet. Die endgültige Namensgebung erfolgte 1990. Der Sitz des Verbandes ist Bonn.
Der FVDZ finanziert sich über Mitgliedsbeiträge. Mit bis zu 32 Euro im Monat bzw. 384 Euro im Jahr ist dieser Verband einer der teuersten freiwilligen Organisationen für den Zahnarzt.
Der FVDZ veröffentlicht auch eine regelmäßig erscheinende Fachzeitschrift “Der freie Zahnarzt”.

Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI)

Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie ist ein Interessenverband von Zahnärzten, Kieferchirurgen und Kieferorthopäden. Das Primärziel der Deutschen Gesellschaft der Implantologie ist die Verbesserung der Qualität in der implantologischen Praxis beim Zahnarzt. Der Interessenverband ist als eingetragener Verein organisiert. Er hat seinen Sitz in Hannover.
Zum Erreichen des Ziels fördert die DGI einzelne wissenschaftliche Projekte, die große Durchbrüche und innovative Ansätze in der Implantations-Chirurgie vermuten lassen. Darüber hinaus investiert die DGI sehr viel in umfassende postgraduale Fortbildung ihrer Mitglieder. Die Fortbildungen sind zwar in der Regel auch Nicht-Mitgliedern zugänglich. Mitglieder genießen aber besondere Rabatte und Vergünstigungen bei den Veranstaltungen.
Darüber hinaus bietet die DGI auch Beratungsdienstleistungen für jeden Zahnarzt rund um die administrativen und organisatorischen Fragen der beruflichen Praxis der Zahnmediziner.

ABZ Abrechnungs- und Beratungsgesellschaft für Zahnärzte eG (ABZ eG)

Die ABZ ist eine Beratungsgesellschaft, die den organisatorischen und administrativen Betrieb einer zahnärztlichen Praxis unterstützen will. Mit den konkreten zahnmedizinischen Themengebieten hat sie weniger zu tun.
Die Leistungen für Mitglieder umfassen:
– Unterstützung für den Zahnarzt bei Abrechnungen über ein Honorarmanagement inklusive echtem Factoring, unechtem Factoring und Inkasso-Dienstleistungen
– Beratungsdienstleistungen für den Zahnarzt rund um betriebswirtschaftliche Fragen bei Neugründung, Übernahme oder Zusammenschlüssen von Praxen einschließlich Erstellung eines Wertgutachtens über den Restwert einer Bestandspraxis.
– Hilfestellungen für den Zahnarzt bei der Einführung und dem Aufbau eines Qualitätsmanagement-Systems, Zertifikats-Begleitung und Vorbereitung sowie eine allgemeine Organisationsberatung.
– Einsparungsmöglichkeiten für den Zahnarzt durch eigenen Handel mit dentalen Verbrauchsmaterialien
– Fachgerechte Entsorgung von Röntgenflüssigkeit
– Umfassendes Bildungs- und Fortbildungsangebot für den Zahnarzt und alle anderen Mitglieder.
Die ABZ finanziert sich über Mitgliedsbeiträge und Leistungshonorare. Die Mitgliedschaft wird durch einen Einmalbetrag von 1000 Euro erreicht. Darüber hinaus gibt es für den Zahnarzt keine Mitgliedsbeiträge. Als besonderen Bonus bietet die ABZ aber Gewinnausschüttungen für ihre Mitglieder an.

Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft eG (ZA eG)

Die Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft eG (ZA eG) wurde hier nur aufgenommen, um Verwechselungen mit der ABZ zu vermeiden. Die Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft eG (ZA eG) ist keine Mitglieder geführte Genossenschaft, sondern ein Privatunternehmen welches für den Zahnarzt bei Administration und Organisation mit dem Schwerpunkt auf das Factoring unterstützt. Der Sitz der ZA eG ist in Düsseldorf. Neben einer umfassenden Dienstleistung für Zahnärzte hat die ZA eg auch einen Bereich für Patienten. Dort können vor allem Fragen rund um Rechnungen, Teilzahlungen und Kostenerstattungen beantwortet werden.

Fazit: Nur ein kleiner Teil

In der Organisation der Zahnärzte in Deutschland ist so viel Dynamik und Initiative zu finden, dass sie von Kritikern auch als “Wildwuchs” bezeichnet werden kann. Hier wurden lediglich nur die größten und wichtigsten Organisationen für den Zahnarztvorgestellt. Neben den hier präsentierten Vereinen und Verbänden gibt es noch eine Unzahl weiterer Organisationen, die sich jedoch mehr spezifischen Fragestellungen widmen. Zum Teil gibt es stark regional geprägte Organisationen, deren Wirkungsraum und Mitgliederverteilung örtlich begrenzt ist. Daneben gibt es aber auch zahlreiche Organisationen, die eine hoch spezifische medizinische Fragestellung erforschen und untersuchen möchten. Dazu zählt zum Beispiel das Thema “Zahnmedizin und Schlafstörungen”, womit sich die “Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Schlafmedizin” beschäftigt.
In Summe ergibt sich ein sehr dynamisches, jedoch auch ein sehr forderndes Bild. Wenn die zahlreichen Organisationen rund um den Beruf “Zahnarzt” ein dermaßen breites Informationsprogramm anbieten, dann wird man als niedergelassener Doktor sich dem auch nicht entziehen können. Die gesellschaftlich und politisch so viel beschworene Forderung nach dem “Lebenslangen Lernen” wird von den zahnärztlichen Organisationen in Deutschland offensichtlich sehr ernst genommen. Letzten Endes profitiert aber nicht nur der Zahnarzt, sonder alle davon.

Related Articles

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren

Kredit Zähne
So finanzieren Sie Ihren Zahnersatz
Veneers
Menü